Social Media Marketing für kmU und Mittelstand: 5 Tipps für mehr Erfolg

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Chancen und Grenzen eines Unternehmensauftritts bei Facebook

Gleich vorneweg: Facebook ist KEIN direkter (oder nur ein schlechter) Umsatz-Generator – die Anzahl von Aufträgen, die darüber zustande kommen, hält sich erfahrungsgemäß in Grenzen. Die Stärken liegen vielmehr darin,

  • die Bekanntheit Ihres Unternehmens zu steigern
  • ein positives Image zu erzeugen
  • bei potentiellen Kunden im Gedächtnis zu bleiben.

Dazu muss allerdings das „Gesamtpaket“ stimmen, wie folgendes Beispiel zeigt:

Fehler machen klug: Aus Negativbeispielen lernen

2016 hat es ein Facebook-Video des BSH Hausgeräte bis in die „Süddeutsche Zeitung“ geschafft: Vier Manager sprechen über neue Entwicklungen – allerdings in so unverständlicher Fachsprache, dass das Video zum unfreiwillig komischen Auftritt wurde, auf den das Social Media-Team der BSH übrigens souverän reagierte: „Liebe Community, wir sind gerade auch ganz geflashed von den vielen Kommentaren. Okay, wir haben verstanden ;-)“.

Dieser Fall zeigt, dass Facebook-Marketing ganz eigenen Gesetzen folgt: Die Inhalte sind darauf ausgelegt, Reaktionen bei den sogenannten „Fans“ zu erzeugen – in Form von „Likes“, „Shares“ und Kommentaren. Geht der Inhalt an der Zielgruppe vorbei, kann dies unerwartete Konsequenzen haben. Wichtig ist daher ein stimmiges Gesamtbild aus

  • Inhalt der Posts
  • Ansprache der Zielgruppe bzw. Abonnenten (Duzen/Siezen)
  • Bildsprache.

Damit dies auch klappt, haben wir für 5 praktischer Tipps für Sie:

1. Handy-Schnappschüsse statt Hochglanzbilder verwenden

Sie möchten sich als kundennaher Betrieb präsentieren, der Einblicke in den Arbeitsalltag gibt? Für mittelständische Unternehmen eine durchaus gute Strategie! Setzen Sie diese aber auch konsequent um – und verzichten Sie z.B. auf Hochglanz-Porträts vom Fotografen, die Ihre Monteure in Anzug und Schlips zeigen.

Setzen Sie stattdessen auf Authentizität: Mit der Handykamera geschossene Baustellenbilder Ihrer Mitarbeiter haben auf Ihrer Website, die Anfragen generieren soll, nichts verloren – bei Facebook hingegen funktionieren sie prächtig. Gerade deshalb, weil sie Ihrem Unternehmen ein „Gesicht“ geben!

2. Gesunde Kombination aus Anzeigen und „organischen“ Posts

Ganz ohne klassische Werbung geht es auch bei Facebook nicht, aber die Mischung macht’s: Kombinieren Sie „organische Posts“ (also eigene Beiträge) mit bezahlten Anzeigen, um Ihre Reichweite zu erhöhen und mehr Menschen aus Ihrer Region bzw. Ihrem Tätigkeitsfeld zu erreichen.

3. Für Regelmäßigkeit sorgen

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Soziale Medien sind äußerst schnelllebig – nur was dauerhaft präsent ist, bleibt auch im Gedächtnis. Sorgen Sie daher für regelmäßige Updates in Ihrer Chronik; eine klare Strategie und Zieldefinition (z.B. „100 zusätzliche Likes bis zum Ende des Monats“) sind dabei unverzichtbar. Ein professioneller Redaktionsplan hilft Ihnen, den richtigen Rhythmus zu finden!

4. Mitarbeiter mit dem Social Media-Dienst beauftragen

Damit es nicht bei den guten Vorsätzen bleibt, beauftragen Sie einen oder mehrere Ihrer Mitarbeiter mit der Betreuung des Facebook-Accounts, damit alle wichtigen

  • Firmennews (Baustellenbilder „in action“)
  • Infos über Ihre Verkaufs- und Werbe-Aktionen
  • Infos über Partnerschaften/Kooperation mit anderen Unternehmen

in Ihrer Chronik auftauchen.

5. Wenn nötig Hilfe von außen ins Boot holen

Gerade Tipp 3 und 4 erfordern einiges an Einsatz und Planung – und möglicherweise haben Sie dafür nicht die nötigen Kapazitäten frei. In diesem Fall ist eine professionelle Redaktion Ihres Facebook-Auftritts sinnvoll: Neben qualitativ hochwertigen Inhalten (Texten, Grafiken etc.) erhalten Sie so auch Auswertungen und Verbesserungsvorschläge, um den Erfolg Ihres Social Media-Auftritts kontinuierlich zu steigern.

Die richtige Social Media-Strategie macht’s

In einem Punkt sind sich alle Social Media-Experten einig: Facebook-Marketing ist durchaus auch für Unternehmen kleiner und mittlerer Größe sinnvoll – aber nur, wenn dahinter auch eine klare Strategie steht. Eingebunden in eine individuelle Gesamtstrategie, die alle Online-Kanäle umfasst, können auch Facebook, Instagram und Google + einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten – und neben der Steigerung der Bekanntheit mitunter sogar zu Kontakten statt Klicks führen!

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