Segmentierung in der Webanalyse

Bild Kuchengrafik

Betrachtet man Besucherströme differenziert, ergibt sich oft ein komplett anderes Bild. Eigentlich logisch, denn ein Facebook Besucher verhält sich anders als z.B. jemand, der ein konkretes Problem über Google lösen möchte. Doch was kann Segmentierung alles?

Was heißt Segmentierung

Webanalyse wird gerade bei kleineren Firmen sehr global und oberflächlich betrieben. Die gesamte Seite mit allen Besuchern wird betrachtet. Bei der Segmentierung pickt man sich ein spezielles Segment heraus, z.B.

  • Besucher über Google
  • Besucher über Tablets
  • Besucher mit einer Absprungrate von weniger als 50 %
  • Besucher, die das Produkt gekauft haben

Über diese Segmentierung (die Segmente lassen sich auch kombinieren) erfährt man viel mehr über die Besucher der Seite.

Einfache Segmentierung – Besucher über Kanäle

Wenn man die Anzahl der Besucher aufteilt nach

  • Suchmaschinen
  • Soziale Medien
  • Verweisende Websites (Links)
  • Direkte Besucher (URL eingegeben)

ergeben sich bereits erstaunliche Unterschiede. Klar, denn jemand, der die URL direkt eingibt, kennt die Seite im Regelfall – er weiß, was ihn erwartet. Sollte die Absprungrate hier sehr hoch sein, muss dringend nachoptimiert werden.

Betrachtet man den Kanal Suchmaschinen, wird die Absprungrate höher sein – klar, denn nicht jeder Suchmaschinenbesucher findet das richtige. Eine Betrachtung der verweisenden Websites zeigt häufig sog. SEO Leichen auf. Websites, die einfach genutzt wurden, um einen starken Link zu bekommen, müssen nicht zwangsläufig guten Traffic bringen. Auch hier kann differenziert betrachtet werden, wie ist die Absprungrate oder welche Zielseiten werden über die Verweise angesteuert.

Leitet man aus sozialen Medien aus einer Diskussion heraus Nutzer auf eine Verkaufsseite, kann das zu einer sehr hohen Absprungrate führen. Letzten Endes entscheidet der Kanal und die Optimierung der Seiten über den Erfolg beim Nutzer – oder dessen Frust.

Bild Ipad

Geräte, Auflösungen und mehr

Die mobile Welt hat längst Einzug gehalten im modernen Onlinemarketing. Damit optimiert man eine Website heute für

  • Computer
  • Notebooks
  • Tablets
  • Phablets
  • Feature Phones
  • Smartphones

Auch hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Wenn eine Website für bestimmte Geräte nicht optimiert ist, wird sich automatisch die Absprungrate erhöhen. Die Webanalyse erlaubt uns, diese Geräte zu betrachten und eventuelle Fehler in der Optimierung zu erkennen.

Beispiel einer Seite, die wir derzeit analysieren:

Bild Mobil Desktop

Man sieht sehr genau, dass die Website eine sehr hohe Absprungrate in allen Bereichen hat. Dies liegt einmal daran, dass sie eine sehr aggressive Werbeform verwendet, die den Nutzer bereits beim Aufrufen der Seite nervt. Auf der anderen Seite ist diese Website nicht für den mobilen Bereich optimiert, daher ist die Absprungrate in diesem Bereich nochmal größer.

Betrachtung der Besucher über Google

Segmentiert man weiter, und betrachtet z.B. nur die Besucher über Google, verändert sich das Bild noch einmal. Fakt ist jedoch, dass, egal welchen Kanal man betrachtet, die Absprungrate viel zu hoch ist. Es wird auch sehr deutlich sichtbar, dass Google der Hauptlieferant für diese Website ist – häufig der Fall bei Suchmaschinenoptimierten Seiten mit sehr schwachem Content.

Bild Mobil Google

Segmentierung nach Zielen

Wenn man jetzt einzelne Kanäle in Hinblick auf Zielerreichung, Absprungrate der Zielseiten und weitere Werte analysiert, erkennt man Schritt für Schritt ein Bild für jeden einzelnen Kanal. Bei zu globaler Betrachtung läuft man Gefahr, die wichtigen Werte der Seite übersehen. Viel interessanter ist es, herauszufinden, was Käufer und Nichtkäufer unterscheidet.

Was kann man daraus ablesen

Aus dem Verhalten der Besucher können die richtigen Rückschlüsse gezogen werden – und damit wertvolle Anregungen für die Optimierung der Seite geben. Ein globaler Blick auf Besucherzahlen oder Absprungrate der gesamten Seite werden wenig dazu beitragen. Wenn die Seite auch noch von Monat zu Monat analysiert und überwacht wird, ergibt sich ein immer stimmigeres Gesamtbild und Probleme können schnell erkannt und abgestellt werden.

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