Promotion von Stephanie Hallinger zur Dr. phil.

Bild Frau Dr. Hallinger

Was macht ein Dr. phil. der Germanistik bei einem Online-Verlag? Nun, diese Frage kann ich Ihnen gerne beantworten:

Vor meinem Eintritt in den NM Verlag war ich von 2008 bis 2013 als Dozentin für mittelhochdeutsche Sprache und Literatur an der Universität Regensburg tätig; parallel dazu habe ich an meiner Dissertation mit dem Titel „Text und Bild in der Elsässischen Legenda aurea. Der Cgm 6 (Bayerische Staatsbibliothek München) und der Cpg 144 (Universitätsbibliothek Heidelberg)“ gearbeitet.

Darin habe ich zwei Handschriften aus dem 14. bzw. 15. Jahrhundert auf ihr jeweiliges Verhältnis von Text und Illustrationen untersucht und verglichen. Das Ergebnis: Schon im Spätmittelalter reagierte die Medienproduktion auf sich verändernde Anforderungen des Publikums.
Während dem mittelalterlichen Leser jedoch vor allem an Unterhaltung gelegen war, steht heute das Bedürfnis nach Information im Vordergrund – aus Marketese-Texten werden bei uns informative und interessante Artikel.

Bild Aurea

Cod. Pal. germ. 144, „Elsässische Legenda Aurea“; Straßburg, „Werkstatt von 1418“, 1419. Fol. 135r: Der Erzengel Michael als Seelenwäger

Trotz Medienwandel: Nutzen für den Leser entscheidend

Trotz aller anfänglich inhaltlichen Unterschiede und Diskussionen profitiere ich von dieser Erkenntnis bei meiner Arbeit für den NM Verlag: Texte müssen nicht nur gewandt klingen, sondern auch zum Kontext passen.

Beim Verfassen von Webseiten und Blogs behalte ich dies stets im Hinterkopf, um dem Anspruch unseres Verlags gerecht zu werden – richtig guten Content zu liefern, der sich qualitativ von der Masse im Internet abhebt. Denn was nützt Ihnen der beste Text der Welt, wenn er nicht zum Kauf oder Kontakt führt?

Doch zurück zu meinem weiten Weg zum Doktortitel:

Von der Studie zum Druckwerk

Weil es mit dem Verfassen einer wissenschaftlichen Studie nicht getan ist, verging einige Zeit zwischen der Abgabe der Arbeit im Jahr 2012 und der Verleihung der Promotionsurkunde: Im Februar 2014 verteidigte ich meine Dissertation vor dem Prüfungsausschuss, in den vergangenen Monaten habe ich sie für die Drucklegung überarbeitet. Mit der Druckgenehmigung meiner beiden Betreuer (Prof. Dr. Monika Schulz/Germanistik und Prof. Dr. Albert Dietl/Kunstgeschichte) laufen demnächst die Druckerpressen an: In wenigen Wochen ist meine Dissertationsschrift im Buchhandel erhältlich.

Stephanie Rappl: Text und Bild in der „Elsässischen Legenda aurea“. Der Cgm 6 (Bayerische Staatsbibliothek München) und der Cpg 144 (Universitätsbibliothek Heidelberg). Hamburg 2015. ISBN: 978-3-8300-7937-8

In diesem Sinne freue ich mich darauf, noch viele Texte für Sie zu verfassen – und nein: Sie müssen mich am Telefon nicht mit „Frau Doktor“ ansprechen!

Herzlichst, Ihre Stephanie Hallinger

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