Neues Google Penguin-Update kommt noch 2015

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Was sich hinter dem Namen „Penguin“ verbirgt

Google Penguin ist Teil von Google Hummingbird, einem komplexen Such-Algorithmus, der die Sichtbarkeit bzw. die Position einer Website in den Suchergebnissen bestimmt. Seit dem Erscheinen 2012 hat er die Suchmaschinenoptimierung gehörig auf den Kopf gestellt: Penguin sucht gezielt nach „unnatürlichen“ Linkprofilen und filtert die zugehörigen Seiten aus den Suchergebnissen heraus. Ein auffälliges Ergebnis kommt z.B. durch

  • Link-Directorys (Linksammlungen)
  • überoptimierte Texte
  • automatisierte Spam-Links
  • Article-Directorys mit Masseninhalten

zustande – kurz: über alle „billigen“ Seiteninhalte. Diese bestraft Google auf zwei Arten – zum einen über den Penguin-Algorithmus und zum anderen über die sogenannten Google Quality Rater, die Seiten manuell bewerten. Beide Systeme arbeiten für eine höhere Zuverlässigkeit unabhängig voneinander – vom letzten Update 2014 waren nach Angaben von Google rund 3 % aller Suchergebnisse betroffen; besonders Linkvermittler wurden dabei harsch abgestraft. 

Was das neue Update bringt

Am 24.02.2012 rollte Google sein erstes Penguin-Update aus, bis zum 17.10.2014 folgten fünf weitere. Seither warten SEO-Experten auf das neue Update „Everflux“ (auch „Penguin 3.1“ oder „Penguin 4.0“). Seine Besonderheit: Bei allen bisherigen Updates blieben die (negativen) Konsequenzen der Bestrafung bis zur nächsten Prüfung durch Google wirksam; ab sofort arbeitet der Penguin-Algorithmus in Echtzeit.

Das heißt, dass sich abgestrafte Seiten schneller erholen – der Filter wird umgehend aufgehoben, sobald die verantwortlichen Fehler beseitigt sind. Im Gegenzug werden manipulierte Suchergebnisse nun deutlich schneller herausgefiltert, die zugehörigen Seiten können also buchstäblich über Nacht Traffic verlieren.

Schnellere Auswirkungen auf das Seitenranking

Die Schlüsselbotschaft des neuen Updates lautet: Unnatürliche Links und Link-Spam haben endgültig ausgedient, da sie dem Seitenbetreiber Besucherzahlen kosten. Hingegen werden „gute“ externe Links belohnt, also

  • natürliche Links (sogenannte „On Topic“-Links)
  • unterschiedliche Anchor-Texte
  • Linktexte, die den Firmennamen beinhalten.

Positive Auswirkungen hat zudem alles, was sich nicht (oder nur schwer) manipulieren lässt wie etwa Klicks, Kommentare (auch auf Facebook) und Download-Zahlen.

Interne Links auf der Seite sind vom Penguin-Update nicht unmittelbar betroffen; auch hier gilt es allerdings, eine Überoptimierung zu vermeiden, etwa durch zu viele Keyword-Links. Empfehlenswert ist ein „sprechender“ Aufbau der Linktexte, der dem User verrät, was ihn auf der Zielseite erwartet – nicht umsonst lautet das Credo guter Seitenoptimierung: Inhalte werden für Benutzer, nicht für Suchmaschinen erstellt!

So treten Sie dem Pinguin entgegen

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Nach wie vor lautet eine der wichtigsten Regeln: Behalten Sie Ihre Links im Auge! Wahlloses Link-Building ist nicht nur wirkungslos, es kann dem Ranking Ihrer Seite sogar massiv schaden. Zu den klaren Handlungsempfehlungen zählt deshalb die Bewertung aller Backlinks (z.B. über Google Search Console oder LinkResearchTools) und die schnellstmögliche Korrektur übermäßiger Keyword-Links.

Ein kontinuierliches CleanUp Ihrer Seite (also die permanente Überarbeitung mitsamt „gesunder“ Optimierung) ist dabei unerlässlich. Eine gründliche Webanalyse zeigt Ihnen Schwächen Ihrer Seite sowie konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf – und zwar schon vor einem Sichtbarkeitseinbruch bei Google.

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