Links sind weiterhin wichtigster Ranking-Faktor für Google

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Google-Mitarbeiter lüften lang gehegtes Geheimnis

Seit Jahren streiten SEO-Experten leidenschaftlich über die Frage, welcher Ranking-Faktor für Google an erster Stelle steht. Was zunächst nach Fachchinesisch klingt, ist tatsächlich für jeden kommerziellen Seitenbetreiber von Bedeutung: Die Position der eigenen Seite in den Google-Suchergebnissen entscheidet schließlich über Erfolg oder Misserfolg des Internet-Geschäfts!

Bereits auf der letzten SEOkomm (einer der wichtigsten Fachmessen für Suchmaschinenoptimierung) im November 2015 stellte Google Webmaster Trends Analyst John Müller die Bedeutung von Sitelinks heraus; wie groß diese ist, blieb lange ein sorgsam gehegtes Geheimnis.

Kürzlich erklärte ein „Google Search Quality Senior Strategist“ im Live-Interview Links zum wichtigsten Faktor für das Ranking – noch vor dem Seiten-Content und dem neuen Suchalgorithmus „RankBrain“!

Links wichtiger als RankBrain

Seit Anfang 2015 ist RankBrain als Teil des Google-Algorithmus Hummingbird aktiv: Der Query-Parser soll Muster zwischen Suchanfragen erkennen und dazu beitragen, bessere Suchergebnisse zu liefern. Die lernfähige Technologie wurde im vergangenen Jahr von manchen SEO-Experten als wichtigster Ranking-Faktor gehandelt –zu Unrecht, wie sich nun herausstellt.

Auch wenn der US-Konzern sich lange nicht zur Gewichtung von Sitelinks äußerte, ist dies für erfahrene Suchmaschinenoptimierer keine große Überraschung: Zwar stellen besonders im deutschsprachigen Raum einige Unternehmen andere Ranking-Faktoren in den Vordergrund; unsere langjährige Erfahrung hat uns aber gelehrt, wie groß die Bedeutung von Links – genauer gesagt: der richtigen Links – bei der Optimierung von Websites ist.

Auf die Qualität der Links kommt es an

Seit jeher investieren wir bei der Betreuung unserer Kundenseiten viel Zeit und Mühe in den Aufbau eines „gesunden“ Linkprofils, statt einfach nur Seitenlinks einzukaufen. Eine manchmal mühsame Tätigkeit – aber die Entwicklungen der letzten Jahre bestätigen uns in dieser Strategie: In den Anfangszeiten des eCommerce war es noch einfach, Links aufzubauen. Über spezielle Portale (sogenannte Linkvermittler) konnte man Links auf anderen Seiten kaufen, um die Position der eigenen Seite in den Google-Suchergebnissen zu verbessern.

Seit 2014 straft Google Linkvermittler ab: Praktisch über Nacht verliert die Seite dramatisch an Sichtbarkeit. Verantwortlich dafür ist Google Penguin – ein Teil des komplexen Suchalgorithmus, der systematisch nach „schlechten“ Links sucht. Die Strafe wird erst nach einer manuellen Überprüfung der Seite durch einen Google-Webmaster wieder aufgehoben. Bis sich die Suchposition wieder erholt hat, kann viel Zeit vergehen.

Linkprofil im Auge behalten

Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten Sie als Seitenbetreiber grundsätzlich nur einwandfreie (also natürliche, nicht gekaufte) Links verwenden – und zusätzlich das Linkprofil Ihrer Seite im Auge behalten.

Es gibt unterschiedliche Tools, die Ihnen bei der Identifizierung schlechter Links helfen; wir nutzen hierfür das LinkResearchTool: Es sucht nicht nur nach sogenannten Money Links, sondern auch nach unnatürlichen Mustern und schwachen Seiten, die auf Ihre Website verlinken. Damit sichern Sie nicht nur eine gute Position in den Suchergebnissen – Sie beugen gleichzeitig einer Abstrafung Ihrer Seite vor.

Seiteninhalt als zweitwichtigster Faktor

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Wer den beiden Google-Mitarbeitern genau zugehört hat, erhielt noch eine weitere wichtige Information: Gleich nach den Sitelinks wertet der Suchmaschinen-Algorithmus den „Content“, also den Inhalt Ihrer Seite, als zweitwichtigsten Ranking-Faktor. Entscheidend ist dabei die Verweildauer der Besucher auf Ihrer Seite. Findet der Nutzer qualitativ hochwertige Information, bleibt er länger – und dies wiederum wirkt sich positiv auf die Seitenposition in der Google-Suche aus.

Content Marketing zahlt sich aus

Leider sind „gute“ Inhalte noch immer eher die Ausnahme als die Regel im Internet: Viele Seitenbetreiber kaufen Texte bei Content-Plattformen ein, teilweise für weniger als 2 Cent pro Wort. Scheinbar ein gutes Angebot, nur ist die Qualität meist mehr als fragwürdig – und für wirkungsvolles „Content Marketing“ sind solche Inhalte kaum geeignet.

Wirklich gute Texte im Internet gefallen Benutzern und Suchmaschinen gleichermaßen. Sie liefern einen echten Mehrwert für die Leser und erzielen eine gute Suchposition. Die Investition macht sich langfristig bezahlt – etwa durch neue Newsletter-Abonnenten oder Weiterempfehlungen über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Und als positiver Nebeneffekt verbessert sich gleichzeitig die Bewertung Ihrer Seite bei Google. 

Mit guten Links und Inhalten an die Spitze der Suchergebnisse

Um eine Top-Position unter den ersten Suchergebnissen zu erreichen (und langfristig zu halten), müssen also die wichtigsten Ranking-Faktoren zusammenspielen: Weder Linkprofile noch Seiteninhalte alleine reichen dafür aus. Das wirkliche Geheimnis liegt in einer umfassenden Internet-Strategie, die Ihren Internetauftritt ganzheitlich betrachtet.

Natürlich gehört dazu auch eine professionelle Technik, etwa ein richtig umgesetztes Responsive Design, das Ihre Reichweite auch auf mobile Internetnutzer ausweitet – aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

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