Die Sache mit den guten Inhalten

Gute Inhalte sind im Internet leider sehr rar gesäht. Primär geht es darum, Text zu schaffen, den Google gut findet. Jedoch hat Google mit den letzten Qualitätsupdates die SEO Branche etwas auf den Kopf gestellt – das neue Trendwort lautet „content marketing“. Nur, damit man Inhalte vermarkten kann, muss man diese zunächst schaffen.

Was ist passiert

Diverse Contentplattformen locken mit billigen Angeboten. Für 1,5 bis 2 Cent pro Wort können hier Texte bestellt werden. Leider hat sich die letzten Jahre auch in dieser Branche ein „Geiz ist Geil“ Trend eingeschlichen, bei dem die Qualität der Texte deutlich gelitten hat. Denn hier schreiben nicht nur Profis, sondern auch Anfänger und Schreibbegeisterte. Mit etwas Glück, erwischt man einen Autor für sein Thema, der sich gerne einliest und auch mal außerhalb des Webs recherchiert. Nur das ist die Seltenheit.

Die Sache mit dem Briefing

Das Problem bei solchen Plattformen ist das Briefing. Die Plattformen können da nichts dafür, sondern die Nachlässigkeit der Auftraggeber ist meist das Problem. Ein Briefing für einen Artikel ist für unsere Redaktion immer mindestens ein ausführliches Telefongespräch oder eine Besprechung im Haus wenn es ans Eingemachte geht. Mit vorgefertigten Briefingmasken erreichte man zwar früher das Google Ziel, jedoch nicht den Nutzer.

Ein Beispiel – unser Bauportal

Was ist guter Content? Die Antwort kann nur lauten, es kommt darauf an. Als Beispiel, unser Bauportal bau-plus.de beliefert Bauinteressenten und Bauherren mit Infos und Tipps rund ums Thema Hausbau und Sanierung. Unsere Artikel haben nicht die Tiefe, die sich ein Bauingenieur wünschen würde. Klar, wissen wir. Wollen wir auch nicht. Dafür verstehen unsere Leser unsere Artikel, und empfehlen uns via Twitter oder Facebook weiter, oder abonnieren unseren Newsletter.

Die Zielgruppe ist entscheidend

Schreibt man andererseits in einem Fachmagazin für Ingenieure, wage ich zu behaupten das keine Agentur dies leisten kann. Die fachliche Tiefe kann nicht da sein, und dass – was ein Ingenieur sich in einem Fachstudium in vielen Jahrenaneignet – kann nicht durch ein bisschen Internetrecherche erreicht werden.

Machen Sie sich im Vorfeld also immer schlau über Ihre Zielgruppe. Diese ist entscheidend. Google misst ebenso guten Content – anhand der Verweildauer auf der Website.

Ein weiteres Beispiel?

Ein Lifestyle Magazin, muss seine Leser völlig anders ansprechen als z.B. ein Fachmagazin für Rasenmäher. Bei ersteren darf die Jugendsprache gerne angewendet werden, da die Zielgruppe jünger ist oder sich für hip hält :-) - bei zweiter Gruppe sollte dann doch eher der Familienvater um die 40 Jahre der Samstag Nachmittag den Rasen mäht angesprochen werden – der mag sicher keine Jugendsprache.

100 % erreichen Sie nicht – aber die Masse sollten Sie erreichen

Gerade beim schreiben (so darf ich gerade lernen in meinem Studium zum Onlineredakteur) erreicht man niemals 100 % seiner Zielgruppe. Es gibt immer Nörgler, damit muss man leben. Dennoch ist es wichtig, zu mindestens herauszufinden – wie die Zielgruppe tickt und wie man sie am besten anspricht. Dann entsteht der von allen geforderte „gute Content“ von ganz allein - und erst dann, kann dieser auch vermarktet werden!

Wie finde ich heraus, was meine Zielgruppe mag?

Eine Zielgruppenanylse wird heute nur noch selten durchgeführt, da dies viel Geld kostet. Große Magazine machen dies im Vorfeld, bevor sie starten. Denn nichts ist wichtiger als die Sprache seiner Zielgruppe zu sprechen. Wir nutzen dafür z.B. unsere Facebook Seite, um herauszfinden, ob unsere Artikel ankommen. Analyseprogramme wie Google Analytics oder piwik sind unerlässlich, um Daten zu erheben.


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