Google Analytics-Datenverarbeitungsvertrag: Umgehend abschließen!

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EU-DSGVO verschärft Regeln für Datenspeicherung

Am 25. Mai 2018 löst die EU-Datenschutzgrundverordnung die alten Regelungen aus den 1980er Jahren ab. Für Seitenbetreiber bedeutet dies eine Reihe von Änderungen: Insgesamt 99 Artikel umfasst der neue Gesetzestext. Sie zielen v.a. auf eine transparentere

  • Speicherung
  • Verarbeitung
  • Weiterverwendung

von Nutzerdaten in der Webanalyse ab.

Übrigens: Auch der Privacy-Shield und die ePrivacy-Richtlinie beeinflussen die Datenspeicherung und -nutzung im Zusammenhang mit der Webanalyse!

Zweck und Einsatz von Google Analytics

Google Analytics ist das beliebteste Tool, um Nutzerdaten und -verhalten auf Webseiten zu erfassen. Diese Daten wiederum liefern dem Betreiber wertvolle Informationen, z.B. zu

  • Verweildauer
  • Aktionen (Downloads von eBooks)
  • Käufen
  • Newsletter-Anmeldungen.

Diese Informationen wiederum sind Grundlage für die Optimierung von Webseiten, um mehr Conversions zu erzielen. Bis zum Inkrafttreten der EU-DSGVO bewegen sich Seitenbetreiber, die noch keinen Datenschutzvertrag besitzen, in einer rechtlichen Grauzone – denn der Datentransfer in die USA ist laut Rechtsprechung des Bundesdatenschutzgesetzes nicht datenschutzkonform.

Datenschützer kritisieren die Speicherung der Daten

Aus Sicht von Datenschützern ist diese Nutzeranalyse genau deshalb kritikwürdig: Google speichert unter anderem die vollständige IP-Adresse der Nutzer in den USA – und dort gelten gänzlich andere Datenschutzbestimmungen als in der EU. Aus diesem Grund muss jede Seite ihre Besucher über den Einsatz von Google Analytics informieren, beispielsweise in der Datenschutzerklärung.

Datenschutzvertrag sichert Seitenbetreiber gegen Abmahnung ab

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Der Einsatz von Google Analytics ohne Datenschutzerklärung ist rechtswidrig: Schon seit längerem verlangen Datenschutzbehörden, dass Seitenbetreiber einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google abschließen; einen Vordruck stellt Google hier zur Verfügung.

Umsetzung der Änderungen erfordert zeitlichen Vorlauf

Die Bearbeitungszeit seitens Google beträgt zum Teil mehrere Wochen. Deshalb empfehlen wir Ihnen dringend, den Vertrag umgehend abzuschließen – und die nötigen Anpassungen auf Ihrer Website vorzunehmen, sofern dies noch nicht geschehen ist. Hierzu gehört u.a. die Anpassung der Datenschutzerklärung auf Ihrer Website mit Hinweisen auf

  • die Nutzung von Google Analytics
  • die Auftragsdatenverarbeitung und Nutzung der anonymizeIP-Funktion
  • die Widerspruchsmöglichkeit von Nutzern (sog. Abmeldungshinweis, inkl. Opt-Out-Cookie für Mobilgeräte bzw. Browser-PlugIn für Desktop-PCs).

Letzteres müssen Sie auch mit korrektem und vollständigem Code umsetzen. Kalkulieren Sie unbedingt die notwendige Zeit zur Umsetzung ein – und werden Sie am besten sofort aktiv!

Die DSGVO hat weitreichenden Einfluss auf Compliance und sämtliche Prozesse im Zusammenhang mit Ihrem Online-Auftritt. Informieren Sie deshalb auch jeden Mitarbeiter über die anstehenden Änderungen, der mit der Datenverarbeitung in Berührung kommt. Bei Unsicherheit raten wir Ihnen, einen Rechtsbeistand damit zu beauftragen, die Umsetzung zu begleiten.

NM Verlag unterstützt gerne bei der Umsetzung

Sollten Sie zu dem Themenkomplex Fragen haben: Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!


Die gute Nachricht: Wenn Sie UNS mit Datenschutz und Impressum beauftragt haben, müssen Sie zwar den Vertrag mit Google selbst schliessen, aber die nötigen Datenschutzerklärungen und Programmierungen haben wir für Sie erledigt.

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