Eyetracking Analysen für mehr Kontakte

Bild Auge

Sie haben 3 Sekunden Zeit…dann hat sich der Leser entschieden, ob er auf Ihrer Seite bleibt - oder nicht. Der erste Blick ist entscheidend, für Kauf oder Nicht-Kauf. Dies ist abhängig von der Präsentation der Informationen. Damit die Elemente richtig angeordnet werden, nutzt man Eyetracking Software.

Mehr Infos als nur Verweildauer und Absprungrate

Gerade bei einer Landingpage (Website mit nur einem speziellen Zweck) ist man mit der Absprungrate und Verweildauer schnell am Ende seines Lateins. Absprungraten bis zu 90 % sind nicht selten. Doch die Absprungrate sagt nur: Der Nutzer sieht sich keine weitere Seite an. Bei einer Landingpage nicht unüblich, da der Kauf des Produktes auf einer Seite erfolgt. Wozu weitere Seiten ansehen?

Mit Hilfe von Klicktracking und auch Eyetracking sieht man mehr. Die Wege des Nutzers auf dieser speziellen Seite sind wichtig, um die richtigen Elemente zuerst zu präsentieren und die Verkaufsquote zu erhöhen. Dies gilt nicht nur für Shops und Landingpages, auch bei „normalen“ Websites sollten Analysen Usus sein. Sie können immer etwas verbessern!

Die richtige Information – an der richtigen Stelle

Egal ob spezielle Landingpage oder Website – die Informationen müssen schnell und einfach zu erfassen sein. Großartiges Suchen nach den wichtigsten Infos zum Produkt regen nicht gerade zum Kaufen an. Der Kunde will einfach schnell sein Wunschprodukt.

Weniger ist mehr

Überfrachtete Websites sorgen eher für Verwirrung als für ein charmantes Kauferlebnis. Die Aufmerksamkeit Ihres Kunden ist beschränkt, daher sollten Sie nur das nötigste präsentieren. Eyetracking Software hilft dabei. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen „echtem“ Eyetracking und „simuliertem“ Eyetracking.

Echtes Eyetracking

Diese Systeme sind sehr teuer, da man sowohl Software, Hardware und einen Probanden benötigt. Dieser sitzt vor dem Bildschirm und die Hardware zeichnet die Augenbewegungen auf. Die Software wertet diese aus und erstellt das Tracking Bild.

Simuliertes Eyetracking

Hier wertet die Software selbst die Website aus. Die Analyse beruht auf echten Eyetracking Analysen und ist deutlich günstiger, als das „echte“ Eyetracking. Man benötigt auch keine Testgruppe, sondern kann sofort loslegen.

Ein Beispiel:

Unsere Website bau-plus.de beinhaltet auch eine Seite, auf der ein E-Book zur neuen Energieeinsparverordnung angeboten wird. Dies ist eine Art Landingpage, die auch über Pay per Klick (bingAds) beworben wird. Höchste Zeit zu sehen, was unsere Leser tatsächlich wahrnehmen:

Bild Eyetracking 1

Je heller die Felder, umso höher die Aufmerksamkeit.  Hier wird sehr deutlich, dass der Nutzer als erstes auf das Wort „E-Book“ anspringt. Das ist gut für diese Seite. Der nächste Blick fällt auf das Cover unseres E-Books, damit ist auch diese Information save. Dann wird es etwas wirrer.

Der große Kopfbereich der bau-plus.de nimmt viel Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema weg. Der Blick fällt sehr stark auf das Haus der Kopfgrafik und unser Logo „bau-plus.de“ mit dem dazugehörigen Claim: „Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens“.

Wenn alle Informationen „grün“ sind, ist ein Teil der Arbeit getan und die Aufmerksamkeit des Nutzers wird gesteuert. Spannend ist, dass der Link „Was hat sich geändert“ gar nicht wahrgenommen wird.

Das Klicktracking beweist jedoch, dass der Besucher genau diesen Link sehr stark nutzt.

Bild Heatmapping

Es geht hier nur um die erste Wahrnehmung, alles Weitere kann damit nicht mehr gemessen werden.

Die richtige Seite für den richtigen Zweck

Mit diesem Wissen erstellen wir jetzt also eine Landingpage für das E-Book. Diese Landingpage hat nur einen Zweck: Das E-Book an den Mann/die Frau zu bringen. Auch diese spezielle Landingpage durchläuft wieder das simulierte Eyetracking:

Bild Landingpage

Auf den ersten Blick wird das Cover des E-Books wahrgenommen. Als nächstes fällt der Blick sofort auf den „Kaufen“ Button. Nicht schlecht. Der dritte Blick fällt auf das Wort E-Book und dann geht es von dort weiter zur „Leseprobe“.

Für den Zweck, das E-Book zu verkaufen, ist die spezielle Landingpage also viel besser geeignet als die integrierte Seite in der bau-plus.de. Gerade, wenn mit Google AdWords oder anderen Pay per Klick Systemen gearbeitet wird, muss die Seite bestmöglich funktionieren.

Was heißt das für Ihre Seite?

Sie sollten die Funktionalität der Seite regelmäßig messen. Verlassen Sie sich nicht nur auf Usability-Studien: Verlassen Sie sich auf die tatsächlichen Wege Ihrer Nutzer auf Ihrer Website und passen Sie diese an. Dann klappt es auch mit dem Verkauf/Kontakt.

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