Abstrafung für Linkvermittler – Google greift durch

Bild Sorry

Linkverkauf ist ein klarer Verstoß gegen die Google Richtlinien (auch der Kauf). Bisher war die Vermittlung von Links weitestgehend gefahrenlos – doch die neueste Aktion von Google hat deutlich gezeigt: Linkvermittlung wird auch nicht geduldet. Erwischt hat es zwei der großen Portale – Teliad und Rankseller. Doch was bedeutet das im Detail?

Abstrafung von Linkvermittlern

Google hat mal wieder zugeschlagen – 2 große Linkvermittlungsportale, Teliad und Rankseller wurden von Google abgestraft. Das bedeutet, die Rankings dieser Websites zu den Hauptbegriffen sind drastisch gefallen, wie man in dieser Grafik sehr schön sehen kann (hierbei handelt es sich um den Sichtbarkeitsindex von Teliad, einer sehr alten Linkvermittlungsplattform).

Bild Linkgrafik

Rankseller hat seine wichtigsten Keywords eingebüßt, diese sind aus den Top 100 Suchpositionen verschwunden:

Bild Rankingveränderung

Außerdem gab es einige blaue Briefe an Webseitenbetreiber von Google. Da dies im gleichen Atemzug passierte, vermuteten einige SEO Blogger gleich das Aus vom Linkkauf. Doch Google hat scheinbar nur geschickt gearbeitet – und eine Großüberprüfung von Websites (manuell) zum gleichen Zeitpunkt durchgeführt wie die Portalabstrafung.

Was ist eigentlich ein Linkmarktplatz

Hier treffen sich Käufer und Verkäufer von Links – anonym. Verkäufer bieten Ihre Websites an, und Käufer können Websites aussuchen, auf denen Sie Links oder Blogartikel kaufen wollen. Grundsätzlich ist der Kauf von Links keine strafbare Handlung. Solange der Link als „nofollow“ gekennzeichnet ist – verstößt er auch nicht gegen die Google Richtlinien. Der Kerngedanke der Linkvermittlungsplattformen ist jedoch einen sog. follow Link zu vermitteln. Und damit sind wir beim Linkkauf – der gegen die Google Richtlinien verstößt.

Was tun wenn man als Linkkäufer erwischt wurde

Bild manuelle Massnahmen

Manuelle Maßnahmen werden in den Google Webmastertools angezeigt und per Mail an den Webmaster gemeldet. Als erstes gilt: Keine Panik, die Website ist noch im Index! Es geht nur um Teilbereiche der Seite – dennoch ist Aussitzen nicht möglich, wenn die Rankings der Seite zurückkommen sollen.

Linkrisiko Management – ein wichtiger Bestandteil der SEO Strategie

Bild Beschreibung

Häufig hat man aus grauer Vorzeit Links von Websites – die man heute besser nicht mehr hätte. Dazu zählen

  • Social Bookmarks
  • Artikelverzeichnisse
  • Webkataloge
  • Presseportale mit follow Links
  • usw.

Das sind alles Links, die man heute entwerten kann – über das sog. Google Disavow Tool. Andere Links, die man gekauft hat (sog. Advertorials) sollte man dringend prüfen! Wenn diese unnatürliche Muster aufweisen (im schlimmsten Fall mit Hauptschlüsselwort auf die Website verlinken) sollte man auch diese überdenken! Ein Rankingeinbruch kann auch Jahre später passieren – und dann muss gehandelt werden.

Wie prüft man ein Linkprofil

Wir nutzen dafür die sog. Linkresearchtools. Eine echte Waffe, wenn es darum geht, schlechte Links zu identifizieren. Dabei sucht man hauptsächlich nach sog. Money Links, nach schwachen Seiten und nach unnatürlichen Mustern.

Was ist dann zu tun

Webmaster anschreiben, antelefonieren und darum bitten, diese Links abzubauen – heißt löschen! Auch wenn die Links Geld gekostet haben – es kann deutlich mehr Geld kosten, diese zu behalten! Eine gewisse Konsequenz ist dabei notwendig – jeder Link, der einem selbst spanisch erscheint, muss raus. Manuelle Überprüfung heißt: Ein Profi von Google schaut sich alle Links der Website an. 

Bild Sorry

Anschließend werden alle Maßnahmen dokumentiert, und an Google gemeldet. Eine Entschuldigung und ein Eingeständnis, dass man manipuliert hat, kann nicht schaden. Natürlich gibt es auch Links, die nach Jahren außerhalb des Einflussbereichs liegen. Diese Links werden über das Google Disavow Tool in den Webmastertools entwertet. Google wird darauf hingewiesen, diese Links nicht mehr zu werten.

Dann heißt es warten

Nach einer gewissen Zeit (kein Mensch weiß wie lang) hebt Google die Strafe auf .

Bild Aufhebung
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